Die Wallfahrt im 19. Jahrhundert

Die Französische Revolution setzte dieser Blütezeit ein Ende. Die Mönche, die den Eid auf die zivile Konstitution der Priesterschaft verweigerten, mussten 1790 das Kloster verlassen. Das Kloster wurde säkularisiert und 1791 als staatliches Eigentum zum Verkauf angeboten. Die Stadt Soultz kaufte 1792 die Klostergebäude und die Kirche, so dass selbst während der Schreckensherrschaft Pilger den Wallfahrtsort besuchten, wo Priester aus Soultz heimlich Gottesdienst hielten. Mit dem Konkordat von 1801 stellte Napoleon den religiösen Frieden wieder her; die Wallfahrt lag fortan, von einer kurzen Unterbrechung abgesehen, in den Händen der Gemeindepriester von Soultz. Im März 1848 mietete der Priester Jean Chablé aus Issenheim das Kloster, um dort ein jesuitisches Novizenhaus einzurichten. Das Haus wurde 1852 wieder geschlossen. Als 1881 Jungholtz Gemeinde wurde, machte man die Thierenbacher Kirche zur Pfarrkirche. Ihr erster Pfarrer, Abbé Schoech, zog in das Klostergebäude ein, das im weiteren auch als Schule, Bürgermeisteramt und Forsthaus diente. Im Jahr 1884 zerstörte ein Brand das Gebäude. Die Gemeinde baute daraufhin ein neues Pfarrhaus neben der Kirche, die zwischen 1892 und 1912 restauriert wurde.

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