Die Gründungslegende

Der Legende nach haben Kinder auf den Wiesen am Fluss gespielt. Plötzlich sahen sie etwas im Wasser schwimmen, das sie anfangs für ein Tier hielten. Tatsächlich war es aber ein Bild der Jungfrau Maria. Dieses Bild befestigte man zuerst an einem Baum, später stellte man es in einer Kapelle aus, die vielleicht von einem Eremiten bewacht wurde.

Vermutlich trieben schon um 730 Benediktinermönche aus Irland und Schottland, die sich im Nachbartal von Murbach niedergelassen hatten, auf den Ländereien der Abtei Ackerbau. Sie legten Pachthöfe an und errichteten wahrscheinlich auch eine Kapelle. Gegen Ende des 8. Jahrhunderts zog dieses Heiligtum, dessen Existenz durch archäologische Funde aus neuerer Zeit belegt ist, immer mehr Gläubige an und entwickelte sich zu einem Marienwallfahrtsort.

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